Autor: Felix Bick

Man könnte meinen, wir reden hier von modernen Sklaven. Bei tubeconnect gehen wir natürlich jeden Tag wieder an unsere Grenzen — wir gehen selbst zur Schule, haben Familie und Freunde und trotzdem noch ein Business, was wir jeden Tag weiter bringen wollen. Trotzdem bauen wir dadurch die Grundsteine für unsere Zukunft — und können trotzdem Freitagabend mit Freunden feiern oder mal einen Tag Pause machen. Nur, dass wir langfristig gesehen vernünftig sind, weil wir schon wissen, was wir gerne machen und was uns am Ende tatsächlich erfüllt.

Warum sollte man mit Jugendlichen zusammenarbeiten?

Allein diese Frage zu stellen, scheint ein wenig naiv aber berechtigt zu sein. Ich würde nur einmal jeden bitten, aus seinem Kopf zu löschen, dass die Hauptaufgabe und der eigentliche Beruf von jedem Teenie ist, zur Schule zu gehen. Freiwillige Praktika statt Netflix sind ein wenig mit einem dualen Studium zu vergleichen.

Man sollte mit ihnen zusammenarbeiten, weil sie einen Einblick in eine völlig neue Generation bieten, die sich vorher nie erschlossen hat — zumindest nicht so ungefiltert und nativ. Es ist spannend zu sehen, welche Apps sie auf ihrem Handy haben, in welcher Sprache sie mit ihren Freunden schreiben oder wem sie auf Instagram folgen. Der Schlüssel darin, die junge Zielgruppe zu erschließen, ist, einen Praktikanten bei sich zu haben. Jemanden, der ganz genau weiß, welche Werbung er cool findet — und welche eben absolut langweilig ist.

Sind diese Kinder überhaupt bereit dafür, zu wissen was sie wollen?

Das ist eines der Probleme, die auch wir immer noch sehen. Charles rät jedem seiner Freunde Folgendes: “Wenn du weißt, was dir Spaß macht, woran du die ganze Nacht arbeiten kannst, was Teil der Leidenschaft ist und dich in einer gewissen Weise erfüllt, dann weißt du auch, wo du Erfahrung sammeln kannst. Für alle, die das noch nicht wissen, gibt es so viele Möglichkeiten in dieser Welt, es auszuprobieren. Manche Leute finden ihre Passion mit 13, Andere mit 25. Du kannst allerdings all diese Zeit — besonders die, die du in der Schule verbringst, weil du dort nichts zu verlieren hast, solange das Papier mit den Zahlen alle 6 Monate in Ordnung aussieht — nutzen, um neue Dinge auszuprobieren. Um in Berufe reinzuschauen, die dich interessieren oder von denen du absolut keine Ahnung hast. Am Ende unseres Lebens sitzen wir alle da und es zählt nur die Erfahrung, die wir im Verlaufe dessen gesammelt haben.“

Und genauso erwischen Betriebe oder generell Unternehmen eben eine der beiden Arten von Praktikanten: Diese, die die ihre Leidenschaft gefunden haben und die, die neue Sachen ausprobieren wollen. Beiden sollte man einen tiefen Einblick in das eigene Geschehen geben, um ihnen Erfahrung zu bieten und sie mit neuen Leuten zu connecten — die ihnen irgendwann mal einen Mehrwert bieten könnten.

Nutzt junge Leute, ohne sie auszunutzen. Verwendet ihr Wissen, ohne sie es wissen zu lassen. Arbeitet aber mit ihnen zusammen, ohne dass sie eure Arbeit machen.